Rotz und Asche.

Steine sind Steine.

Fühle ich mich genauso, wenn ich den Sonnenuntergang betrachte?

Eins vorweg: Ich habe den Blogwechsel gemacht, weil mir der alte Blog nicht mehr im geringsten entsprach, zumindestens nicht heute.

Gewohnheit ist alles. Man gewöhnt sich an die langen Nächte, an Alkohol, an Rauschgift, an Musik, an Konzerte. Woran ich mich jedoch nie gewöhnen werde sind wohl oder übel Menschen.

Eigentlich sind sie gleich. Ohne misantrophisch klingen zu wollen, ist das fleischfarbene der Haut manchmal abgrundtief wiederlich, gepaart mit Stoff, der an den Körper ''angepasst'' genäht worden ist, wofür manchmal andere Wesen ihre eigentliche Haut gegeben haben. Wobei gegeben noch recht nett ausgedrückt ist. Der Glauben an Individualität durch ''fremde Haut'' ist längst erschöpft, das haben wir alle recht früh (?) gemerkt, doch dann hat sich die Betäubung der Gewohnheit soweit über uns gelegt und uns in ihre toten Arme geschlossen.

Manchmal geht die Betäubung ,so wie die letzten Tage, und dann bleibt ein bittersüßes Gefühl und ein fehlender Geschmack im Mund, der einen an den alkoholbedingten Nachdurst erinnert. Auch an diesen kann man sich recht gut gewöhnen, nach einer gewissen Zeit übersteht man diesen auch bestens ohne ''Wasser''. Womit wir wieder bei der Betäubung angelangt wären. 

Ist man somit in der Gesellschaft interniert oder integriert? Oder erzeugt die Internierung bloß ein zu weit fortgeschrittener Gedanke? Solange man sucht, ist man noch halbwegs sicher, doch ob ich einen Fehler mache wenn ich suche ist eine andere Frage.

Ich will mich auf mein Bett setzen und einen Menschen neben mir habe, dem ich mein komplettes Leben erzählen kann. Stück für Stück, jede Erinnerung, jeden Gedanken, egal wie viel Zeit oder Ausdauer dies benötigt. Ohne Pausen und natürlich mit einem Eimerchen voll Verständniss und einer großen ''Zuhörlust''. Dann kann sich meine Betäubung komplett legen, ohne das irgendein Puzzlestück von mir benachteiligt wird, dann finde ich erstmal Ruhe im Tatendurst und Fieber.

Schließlich würde es heißen, dass man doch früher oder später für den Nachdurst Wasser benötigt. Wasser im fleischfarbener Gestalt, jedoch nicht einmal zwanghaft Liebe.

C'est toût.

Au revoir, Alice                                                                              

 

5.12.08 17:24
 


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